(Mai 2026)
Ein bunter und geselliger Abschluss war das Abschieds- und Dankfest der Evangelischen Frauenhilfen im Kirchenkreis Lübbecke. Rund 50 Frauen konnte das verbliebene Vorstandsteam bestehend aus Christa Aussieker, Doris Hegeler, Inge Stüve-Menzel und Pfarrerin Sabine Heinrich zum Abschlussgottesdienst begrüßen.
In der Nikolauskirche wurden die langjährig engagierten Vorstandsdamen offiziell entpflichtet – ein Moment, der Dankbarkeit, Respekt und Verbundenheit ausdrückte. Birgit Reiche, Leitende Pfarrerin der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen (EFHiW), würdigte das jahrzehntelange Engagement und erinnerte an die vielen Feste, Begegnungen und gemeinsamen Wege, die die Frauenhilfen im Lübbecker Land geprägt haben. Auch der Einsatz der verstorbenen Kassiererin Gisela Gräber wurde in besonderer Weise geehrt.
In Predigt und Grußworten wurde deutlich: Auch wenn die Bezirksverbandsebene sich auflöst, bleibt das Wirken der Frauenhilfe lebendig. Die Werte, die Gemeinschaft und das diakonische Handeln tragen weiter – nun stärker in den Gemeinden verankert. Frauenhilfe bedeutet Bewegung, Aufbruch und die Bereitschaft, neue Formen des Miteinanders zu gestalten. Die Geschichte endet auch nach 120 Jahren des Bestehens nicht, sie verändert sich und wird von Frauen vor Ort fortgeschrieben.
Die Auflösung der Bezirksverbandes ist kein Abschied vom Engagement. Vielmehr zeigt sich, dass Frauenhilfe über Jahrzehnte gewachsen und gereift ist. Die Gruppen in den Gemeinden bleiben aktiv, verbunden und offen für neue Wege. Kontakte sollen bestehen bleiben, Kooperationen werden sich weiterentwickeln. Das Helfen, Begleiten und Stärken bleibt Kern des gemeinsamen Handelns.
Ein starkes Zeichen der Solidarität setzte Bezirksverband mit der Verteilung ihres Vermögens: Insgesamt 8.500 Euro wurden an neun Einrichtungen und Projekte gespendet – darunter Kindertagesstätten, Jugendarbeit, Kirchenmusik, Hospizdienste sowie der inklusive Dorfzirkus Maluna Kunterbunt. Die spontane Aufstockung der Zirkusspende während der Kaffeetafel zeigte wie sehr die Frauenhilfe auch im Abschied das Gute fördert und Menschen unterstützt. Die Beratungsstellen der EFHiW, NADESCHDA und THEODORA, die beide für OWL zuständig sind, wurden ebenfalls mit einer Spende bedacht.