(März 2026)
Auf dem Lippstädter Rathausplatz versammelten sich am Montagnachmittag rund 160 Menschen, um ein deutliches Zeichen gegen digitale und analoge Gewalt an Frauen zu setzen. Unter dem Motto „Auch das Netz muss sicher sein“ schloss sich Lippstadt damit den bundesweiten Protesten an, die durch die Vorwürfe der Moderatorin Collien Fernandes gegen ihren Ex‑Partner Christian Ulmen ausgelöst wurden. Trotz schlechter Wetterbedingungen übertraf die Beteiligung die ursprünglich angemeldeten 50 Personen deutlich.
Die Kundgebung wurde kurzfristig und überparteilich von Initiatorin Sarah Gonschorek organisiert, unterstützt durch den Deutschen Gewerkschaftsbund. Auf dem Platz waren Fahnen von Verdi und der Initiative „Omas gegen Rechts“ sichtbar. Ein breites Bündnis aus Parteien, Verbänden und Organisationen rief zur Teilnahme auf. Besonders auffällig war der hohe Anteil männlicher Teilnehmer – etwa die Hälfte der Anwesenden. In mehreren Redebeiträgen wurde die Verantwortung von Männern im Kampf gegen Gewalt an Frauen betont und aktiv angesprochen.
Unter den Rednerinnen war auch Larissa Braun von der Frauenberatung Soest der EFHiW, deren Beitrag viel Applaus erhielt. Weitere Stimmen kamen unter anderem von der Landtagsabgeordneten Dagmar Hanses. Die Veranstaltung machte deutlich, wie sehr das Thema Gewalt gegen Frauen – ob digital oder analog – auch im Kreis Soest bewegt und mobilisiert.