Skills Labs bereiten Pflege-Auszubildende praxisnah vor

(Mai 2026)

Skills Labs bereiten Pflege-Auszubildende praxisnah vor (Mai 2026)

Pflege ist ein Beruf mit Verantwortung, Nähe zu Menschen und hohen fachlichen Anforderungen. Wer sich für die generalistische Pflegeausbildung entscheidet, lernt nicht nur aus Lehrbüchern oder in den Einrichtungen, sondern zunehmend auch in sogenannten Skills Labs. Diese Trainingsräume sind ein dritter Lernort, der zwischen Theorie und Praxis vermittelt. Hier üben Auszubildende in einer realitätsnah gestalteten Umgebung wichtige pflegerische Handlungen – und zwar, bevor sie in der echten Pflegesituation Verantwortung übernehmen.

Die Evangelische Frauenhilfe in Westfalen (EFHiW) setzt in ihren Bildungs-Instituten für Pflegeberufe in Soest, Hamm und Warburg auf Skills Labs. Diese bieten den Auszubildenden bestmögliche Lernbedingungen. „Unsere Trägerin steht mit den Bildungs-Instituten für Pflegeberufe für fachliche Qualität und einen klaren gesellschaftlichen Auftrag: Pflegekräfte sollen nicht nur kompetent, sondern auch empathisch und reflektiert arbeiten“, stellt die Soester Schulleiterin Andrea Wiemann heraus.

„Die Atmosphäre ist locker, manchmal sogar humorvoll, aber immer respektvoll“, sagt ein Auszubildender aus dem Hammer Bildungs-Institut für Pflegeberufe, Haus Caldenhof. „Man lernt, Verantwortung zu übernehmen, ohne Angst haben zu müssen.“ Dieses Miteinander stärkt nicht nur die berufliche Kompetenz, sondern auch den Teamgeist – eine wichtige Voraussetzung für die spätere Arbeit in der Pflege.

Üben ohne Risiko

„Skills Labs sind wie ein geschützter Raum: Hier werden Pflegesituationen nachgestellt – von der Medikamentengabe über die Versorgung im häuslichen Umfeld bis hin zu Notfällen“, erläutert die Warburger Schulleitung Silke Kaufmann. Die Ausstattung reiche von Pflegebetten und Simulatoren bis zu Geräten zur Vitalzeichenmessung. So können Auszubildende wichtige Handlungen unter realistischen Bedingungen trainieren – ohne Risiko für echte Patientinnen und Patienten.

Vielfältige Szenarien

Die Übungsszenarien sind breit gefächert: Grundpflegerische Tätigkeiten wie Waschen, Lagern und Mobilisation gehören ebenso dazu wie medizinische Versorgung (z. B. Blutdruckmessung, Injektionen, Infusionen) und Notfallmaßnahmen wie Wundversorgung oder Reanimation. Auch spezifische Pflegesituationen – etwa die Betreuung von Menschen mit Demenz oder die Pflege von Kindern – werden praxisnah geübt.

„Am Anfang hatte ich Angst, Fehler zu machen. Aber im Skills Lab durfte ich genau das – und habe daraus gelernt. Heute bin ich viel sicherer im Umgang mit Patientinnen und Patienten“, berichtet eine Soester Auszubildende im letzten Ausbildungsjahr. Diese Sicherheit ist ein zentrales Ziel des Konzeptes: durch wiederholtes Üben wachsen Selbstvertrauen und Handlungskompetenz.

Zukunft gestalten

Die Pflegeausbildung steht vor großen Herausforderungen: Der Bedarf an Fachkräften wächst, gleichzeitig ist der Beruf anspruchsvoll. Skills Labs sind ein zentraler Baustein der Pflege 4.0. Sie ermöglichen modernes Lernen, fördern Selbstvertrauen und bereiten die Auszubildenden praxisnah auf die Herausforderungen des Berufs vor.

„Wir zeigen, wie zukunftsorientierte Pflegeausbildung gelingt – praxisnah, reflektiert und zukunftsorientiert“, erklärt Andrea Wiemann. Für die Auszubildenden bedeutet das: Sie profitieren von modernsten Lernmethoden, die Theorie, Praxis und Selbstreflexion eng miteinander verknüpfen.

 

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