Eröffnung Gewaltschutz-Zentrum in Soest | 27.02.2026
Die feierliche Eröffnung des neuen Gewaltschutz-Zentrums am Feldmühlenweg markiert einen bedeutenden Schritt für den Schutz von Frauen und Kindern im Kreis Soest.
Rund 180 Gäste aus Kirche, Politik und Zivilgesellschaft kamen zusammen, um den Zusammenschluss von Frauenhaus Soest, Frauenberatung Soest, die Fachstelle zur Prävention von Genitalbeschneidung YUNA WESTFALEN-LIPPE und der Prostituierten- und Ausstiegsberatung TAMAR unter einem Dach zu würdigen.
Mit diesem Zentrum entsteht ein Ort, an dem Beratung, Schutz und Unterstützung eng verzahnt sind – ein Angebot, das Betroffenen kurze Wege, schnelle Hilfe und ein hohes Maß an Sicherheit bietet. In ihrer Andacht betonte Birgit Reiche, Leitende Pfarrerin der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen, die symbolische Kraft des neuen Hauses: ein Ort, der Schutz verspricht und Zugehörigkeit vermittelt.
Die Eröffnung wurde von zahlreichen Stimmen begleitet, die das Projekt über Jahre hinweg getragen und unterstützt haben. Angelika Waldheuer, Vorsitzende der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen, hob den langen Atem und die gemeinsame Überzeugung hervor, die notwendig waren, um aus einer Vision Realität werden zu lassen. Vertreterinnen und Vertreter aus Landespolitik, Kirche und Gleichstellungsarbeit würdigten die Bündelung der Angebote als wegweisend und zukunftsorientiert. Dabei wurde auch deutlich, dass Gewaltschutz verlässliche finanzielle Grundlagen braucht, um dauerhaft wirksam zu bleiben.
Mit einem Kurzimpuls stellten die Verantwortlichen der Anti-Gewalt-Arbeit das Konzept des neuen Zentrums vor, das auf intensiver Zusammenarbeit und einem ganzheitlichen Blick auf die Bedürfnisse Betroffener basiert. Beim anschließenden Rundgang erhielten die Gäste Einblicke in die neuen Beratungsräume und Apartments des Frauenhauses – ein letzter Blick, bevor die ersten Bewohnerinnen einziehen. Mit der Erweiterung auf sechzehn Schutzplätze rückt das Zentrum einen wichtigen Schritt näher an die Vorgaben der Istanbul-Konvention heran. Die Eröffnung markiert damit keinen Abschluss, sondern den Beginn einer neuen Etappe im Engagement für Schutz, Sicherheit und Selbstbestimmung.